Android-Schadcode auf dem Weg zur Massenplage: Kopien bekannter Apps gefährlich

Besitzer von Smartphones und Tablet-PCs mit Android-Betriebssystem geraten zunehmend in den Fokus von Malware-Autoren – so eines der Ergebnisse des aktuellen G Data MalwareReports. Die Analysen des zweiten Halbjahrs 2012 zeigen: Die Anzahl neuer Schadprogramme für das smarte Betriebssystem steigerte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 um das Fünffache und erreichte zum Ende der zweiten Jahreshälfte einen Höchststand von fast 140.000. Während das Geschäft mit Android-Malware floriert, hat sich die Wachstumsrate neuer PC-Schädlinge verringert.

„Android-Malware hat sich in den letzten Monaten zum eCrime-Wachstumsmarkt entwickelt, wir registrieren ständig neue Varianten von schädlichen Apps. Die Täter setzen aber nicht nur auf die Verbreitung von Schadcode-Apps, sondern versuchen auch zunehmend infizierte Geräte in Botnetze einzubinden. Damit ist das Smartphone offen für das Ausspähen von Daten und für den Versand von SMS“, erklärt Ralf Benzmüller, Leiter der G Data SecurityLabs. „Dagegen stagniert das Wachstum von PC-Schadcode zum zweiten Mal in Folge. Die Kriminellen fokussieren sich zunehmend darauf, ausgefeilte und komplexe Schadprogramme zu entwickeln, die deutlich gefährlicher sind und mehr Schaden anrichten können.“

Durchschnittlich alle zwei Minuten ein neuer Android-Schädling

Als Zielscheibe wird Android für Cyber-Kriminelle immer interessanter: Im zweiten Halbjahr wurde durchschnittlich alle zwei Minuten ein neuer Schädling für das smarte Betriebssystem entdeckt. Insgesamt verzeichneten die G Data SecurityLabs in der zweiten Jahreshälfte fast 140.000 neue Schaddateien und somit mehr als Fünffache der vorangegangenen sechs Monate.

Die Täter setzten bei den Android-Schadprogrammen insbesondere auf Trojanische Pferde und nutzen dabei bewährte eCrime-Strategien, indem sie manipulierte Kopien bekannter Apps oder Anwendungen vorgeblich seriösen Funktionen nutzen, z.B. angebliche Wetter-Apps.

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