Nur wenige Sicherheits-Apps schützen zuverlässig – sagt Stiftung Warentest

Sicherheits-Apps versprechen Schutz vor Schadsoftware (Mobile Malware) und Hilfe beim Verlust des Smartphones.

Bei den teuersten Produkten kostet eine Jahreslizenz 30 Euro, es gibt aber auch kostenlose Apps. Der Preis ist jedoch kein Indiz für Qualität. Im Schutz vor Schadprogrammen ist nur eine App „gut“. Ein Großteil der getesteten Apps bietet aber eine gute Hilfe nach einem Verlust des Smartphones. Die Stiftung Warentest hat 15 Sicherheits-Apps für Handys getestet, die das Betriebssystem Android verwenden.

Im Test waren:

  • Avast! Mobile Security
  • AVG AntiVirus Pro
  • Bitdefender Mobile Security
  • Dr. Web Anti-Virus
  • Eset Mobile Security
  • G Data MobileSecurity 2
  • Kas­persky Mobile Security Lite
  • Look­out Security & Antivirus
  • McAfee Antivirus & Security
  • MyAn­droid Pro­tection Antivirus
  • Norton Antivirus & Sicherheit
  • NQ Security Multi-language Premium
  • Trend Micro Mobile Security & Antivirus
  • TrustGo Antivirus & Mobile Security
  • Zoner AntiVirus Free

Das beste Ergebnis erreichten McAfee Antivirus & Security (30 Euro im Jahr) mit der Note 1,9 und die kostenlose Sicherheits-App Avast Mobile Security mit der Note 2,1. Beide Apps wurden auch im Datenschutz als unkritisch angesehen.

Erfreulich ist, dass ein Großteil der getesteten Apps eine gute Hilfestellung nach Verlust oder Diebstahl des Smartphones geben. Von einem PC aus kann der Eigentümer das Smartphone über eine Internetverbindung orten, sperren und gespeicherte Zugangsdaten, Kontakte und Fotos aus der Ferne löschen. Einige Apps sperren den Austausch der Sim-Karte oder zeigen die Rufnummer neu eingelegter Sim-Karten an. Damit hat der Eigentümer die Möglichkeit, sein Smartphone zu kontaktieren. Bei allen Sicherheits-Apps funktioniert allerdings das Orten, Alarmieren, Sperren und Löschen per Internet nur, wenn das Smartphone eine Datenverbindung zum Internet hat. Das Smartphone sollte auch mittels einer Bildschirmsperre gesichert sein.

Schadsoftware gelangt auf das Smartphone über das Herunterladen von Apps. Vor allem inoffizielle App-Stores und dubiose Internetseiten sollte man daher meiden. Solche Programme können beispielsweise Daten für Online-Banking auslesen, wodurch Betrüger in der Lage sind, ganze Bankkonten auszuräumen.

Der ausführliche Test Sicherheits-Apps erscheint in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 28.06.2013 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/thema/apps abrufbar.

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